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3 | Gemeinsamkeit und Gegensätzlichkeit

Es heißt: Gemeinsamkeiten verbinden – Obwohl ich dich vermutlich nicht kenne, steht außer Frage, dass wir so einiges gemeinsam haben...




Räumliche Gemeinsamkeit


Es heißt: Gemeinsamkeiten verbinden – Obwohl ich dich vermutlich nicht kenne, steht außer Frage, dass wir so einiges gemeinsam haben, allein schon über unsere Eigenschaften als Mensch: Wir leben beide auf der Erde, wir haben einen Geist und einen Körper, wir benötigen Sauerstoff, um zu überleben etc.. Doch beispielsweise einen Bogen von dir und mir zu einem Sandkorn in einer weit entfernten Galaxie zu schlagen, ist dagegen schon etwas schwieriger.


Um bei meinem Versuch, ein möglichst ganzheitliches Bild von der Welt zu zeichnen, von vornherein auch wirklich alles, was das Universum beinhaltet, einzubeziehen, gilt es folglich mit einem Merkmal anzufangen, welches ausnahmslos alles in diesem Universum Existente miteinander verbindet: Alles in der Welt Befindliche ist Teil des „Großen Ganzen“.


Bei dieser Eigenschaft angesetzt und auf dem Verständnis aufbauend, dass ein Punkt symbolisch für alles Erdenkliche stehen kann, stelle ich mir die Konstellation stark vereinfacht vor: Da gibt es einen Oberpunkt, der sinnbildlich für das „Große Ganze“, also das gesamte Universum steht. Dieser Oberpunkt umfasst unzählige Unterpunkte, die wiederum symbolisch für alles im Universum Existente, die Bestandteile des „Großen Ganzen“ stehen, also inklusive der Unterpunkte, die jeweils auch dich, mich und das Sandkorn versinnbildlichen.


Zeitübergreifende Gemeinsamkeit


Es gibt aber noch eine weitere allseitige Verbindung unter den genannten Punkten. Wie ich mir im ersten Schritt eine räumliche Gemeinsamkeit vor Augen geführt habe, so kann ich nun im zweiten Schritt eine zeitübergreifende Verbindung hinzufügen. Im Zuge der Entwicklung des Universums ist nach und nach alles im Universum Existente entstanden. Gehe ich davon aus, dass es vor langer Zeit einmal einen Uranfang von allem gegeben hat, dann ist alles in der Welt Befindliche – unabhängig davon, wann es entstanden ist – auf diesen zurückzuführen und hängt folglich mit diesem zusammen.


Jedoch können wir nicht mit Sicherheit sagen, ob es diesen Uranfang tatsächlich jemals gegeben hat. Möglicherweise wurzelt dieses Universum in irgendetwas, das seit jeher existiert, demzufolge überhaupt kein Uranfang von allem auszumachen ist. In diesem Fall ist alles in der Welt Befindliche auf das Urexistente zurückzuführen und hängt folglich mit diesem zusammen – also auch du, ich und das Sandkorn.


Gegensätzlichkeit


Wie unter den Unterbegriffen des Punktes nicht nur Unterschiedliches, sondern auch Gegensatzpaare zu finden sind, wie z.B. Anfangs- und Endpunkt, Minus- und Pluspunkt, Hoch- und Tiefpunkt etc., so beinhaltet bekanntlich auch das Universum nicht nur Unterschiedliches, sondern auch Gegensätzliches/Polarität, wie z.B. positiv und negativ, Anziehung und Abstoßung oder Wachstum und Schrumpfung.

Wenn also alles in der Welt Befindliche auf ein und denselben Urpunkt (gemeint ist hiermit entweder der Uranfang oder das Urexistente) zurückzuführen ist und das Universum nicht nur Unterschiedliches, sondern sogar Gegensätzliches beinhaltet, frage ich mich: Wie ist es überhaupt möglich, dass Gegensätzliches auf ein und denselben Urpunkt zurückgeführt werden kann? Wie ist die Gegensätzlichkeit/Polarität entstanden?


Warum es sich bei der Frage nach der Entstehung der Polarität meines Erachtens um eine Schlüsselfrage handelt, werde ich im Folgenden begründen.

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